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Mit dem Motorrad in die Herbst-Saison starten

Der Herbst ist der Anfang der "dunklen und nassen Jahreszeit". Viele Motorrad-Fahrer beenden ihre Motorradsaison im Herbst, da das Wetter nicht mehr so viel hergibt. Insbesondere die "Schönwetter-Fahrer". Denn Wind, Regen und dunkle Stunden erschweren das Fahren auf dem Zweirad.

Sicher mit dem Motorrad unterwegs. (Foto: privat)

Sicher mit dem Motorrad unterwegs. (Foto: privat)

NRW. (yvh) - Wer die letzten Sonnenstunden mit dem Zweirad sicher genießen möchte, sollte nicht nur die eigene Geschwindigkeit der Witterung anpassen, sondern auch einige Hinweise beachten:

Die Fahrweise muss angepasst werden:

Gerade bei uns in den Breitengraden gibt es häufig Regen. So lassen sich Tages- als auch mehrtägige Touren kaum planen. Doch was ist wichtig, wenn man mit schlechtem Wetter überrascht wird?
Worauf der Motorradfahrer achten muss ist vor allem, die eigene Aufmerksamkeit und Konzentration steigern und die Geschwindigkeit drosseln. Gerade bei nassen Witterungsverhältnissen müssen die Kurventechniken dem Umfeld angepasst werden, wie zum Beispiel ein feinfühligeres Bremsen und die Planung von Kurven mit reduzierter Schräglage.

Doch soetwas lässt sich nicht vorab Trainieren. "Learining by Doing" heißt das Sprichwort. Also auch bei schlechtem Wetter aufs Motorrad und bedacht fahren. Alternativ können Sicherheitstrainings besucht werden, um das Fahrzeug und das eigene können besser einzuschätzen.

Kurvenverhalten:

Ganz wichtig beim Kurzen fahren ist das rechtzeitige reduzieren der Geschwindigkeit, um eine hohe Schräglage zu vermeiden; d.h. es muss vor der Kurve abgebremst werden, um Stürze oder wegrutschen zu vermeiden, muss der Bremsvorgang vor dem Einlenken abgeschlossen sein, damit eine sichere Führung gewährleistet ist. Bei der Reduzierung der Geschwindikeit kann neben der Hand- oder Fußbremsen auch die Motorbremse (durch rechtzeitiges Runterschalten) ausgenutzt werden.

Fahrbahnbetrachtung: 

Wo schon im trockenen Zustand drauf geachtet werden muss, bekommt bei nasser Fahrbahn eine noch höhere Bedeutung zugeschrieben. Bitumenstreifen, weiße Fahrbahnmarkierungen, Kanaldeckel (jegliche Art von Metallplatten), Sand oder Schmutz sollten, so weit es möglich ist, immer gemieden werden. Ein vorrausschauendes Fahren unterstützt dabei. Wenn es sich jedoch nicht vermeiden lässt, sollten Bremsen und Beschleunigen vermieden werden und die Hindernisse in einen möglichst großen Winkel umfahren werden.

Bei Regen sollte auf Aquaplaning geachtet werden. Die Gefahr ist beim Motorrad zwar geringer als beim Auto, aber dennoch kann bei hoher Geschwindigkeit und hohem Wasserstand Aquaplaning für Zweiräder gefährlich werden.

Bremsvorgang:

Beim Bremsvorgang muss die Fahrbahn mitbetrachtet werden. Gerade bei immer schlechteren Witterungsverhätnissen sollte man auf ein blockierenden Reifen gefasst sein. Da muss die Reaktion schnell sein, um die Bremse wieder lösen und nachgreifen zu können, aber immer noch die größtmögliche Bremswirkung zu erzielen. Motorradfahrer mit ABS haben eine technische Hilfe dabei, denn das ABS übernimmt das Lösen und Greifen der Bremse, wenn das Rad droht zu blockieren.

„Ein gutes Antiblockiersystem kann bei rutschiger Fahrbahn unglaubliche Verzögerungswerte in den Asphalt stempeln, die selbst extrem routinierte Testfahrer nicht erreichen“, unterstreicht der ADAC, ABS als Kaufentscheid fürs nächste Motorrad zu berücksichtigen.

Wetter:

Neben Regen, Hagel, Windböen oder Gegenstände auf der Fahrbahn ist besondere Vorsicht bei Gewitter. Denn die Blitze sind auch für Motorradfahrer gefährlich.

Während eines Gewitters sollen hohe Standorte gemieden werden, wie zum Beispiel Bäume oder Masten. Der Fahrer selber sollte aber auch nicht selbst den höchsten Punkt im Gelände bilden.

Der Wind erschwert vorallem die Fahrt, wenn dieser von der Seite auf das Motorradgefährt prallt. Denn Seitenwind lässt das Motorrad instabil werden und kann sogar dass Motorrad um einige Meter versetzten. Somit sollten Brücken, Schneisen oder Straßen oberhalb der Baumgrenze berücksichtigt und die Geschwindigkeit vorsorglich reduziert werden. Die Wirkung von dem Seitenwind hängt von der seitliche Angriffsfläche ab. Dabei ist das Motorrad, die Verkleidung und der Fahrer zu betrachten.


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